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Der Traum vom eigenen Bus…

Der Traum vom eigenen Bus…

Ein unfassbar schöner und ehrlicher Beitrag über den Van-Ausbau, geschrieben von Mireille @expedtiontohappiness. Mireille kommt aus Luxemburg und macht unheimlich schöne Fotografien. Sie ist mit ihrem Freund Thierry und gemeinsamen Hund Haley in jeder freien Minute unterwegs, seit Neuestem in ihrem Camper! Wie es dazu kam und wie der Ausbau des Busses lief hat uns Mireille im Folgenden beschrieben: 

Frau stehend im Bus, Türen hinten aufgeklappt

Frei sein, jeden Tag dorthin fahren zu können wonach mir gerade der Sinn steht, nicht gebunden sein und einfach der Sonne entgegen fahren… Ein Traum!

Seit Jahren hatte ich den großen Wunsch von einem eigenen Bus. Schon lang bevor dieser Vanlife-Trend ausgebrochen ist. Den Hund, das Longboard und den Freund schnappen und mit dem eigenen Bus los düsen. Sand zwischen den Zehen, zerzauste Haare und zerknitterte Klamotten, aber ein fettes Grinsen im Gesicht. Letztes Jahr habe ich mir diesen Traum zusammen mit meinem Freund endlich erfüllt. Auch wenn ich eigentlich immer einen alten Bus wollte, habe ich mich nach langem hin und her dann doch für einen fast neuen Gebrauchtwagen entschieden. Der Weg bis zum fertig ausgebauten Bus war ein langer, anstrengender und ziemlich holpriger. Es hat mir wirklich so einige Nerven gekostet. Zwischendurch habe ich mich dann immer wieder gefragt, warum ich mir das antue…

Ich finde, wenn man sich einen Bus zulegt, sollte man sich im Vorhinein sehr gut überlegen was man denn genau möchte. Wir waren die Jahre davor mit unterschiedlichen Bussen unterwegs und haben bei unseren Reisen sehr schnell gemerkt was uns wichtig ist, was wir unbedingt brauchen und auf was man gut verzichten kann. Unsere Wahl fiel schlussendlich auf einen Ford Transit Custom Transporter mit Automatik und Tempomat. Ein leerer Kastenwagen. ‘Wir lassen uns Zeit’, ‘Bloß kein Stress’, ‘Easy’ - ja genau das waren die Worte die wir immer und immer wieder sagten als wir uns Quinn (so nennen wir unser Zuhause auf 4 Rädern) kauften. Die Idee war uns 1-2 Jahre für den Busausbau Zeit zu nehmen und alles ganz locker anzugehen.

Hinzu kam dass weder ich, noch mein Freund große handwerkliche Begabungen haben, wir von nichts wirklich Ahnung hatten und wir keine Garage für den Ausbau hatten. Doch Gott sei Dank leben wir in einer Zeit wo man sich dank den Sozialen Medien ein großes Wissen aneignen kann und wir haben die wohl tollsten Nachbarn der Welt!

Der Busausbau

Eins vorweg: Wir haben den Bus im Oktober 2021 gekauft und waren im Juni 2022 auf unserer ersten großen Reise unterwegs. Soviel zu ‘Wir nehmen uns Zeit’… Im Februar  2022 packte uns die Motivation und wir setzten uns zum Ziel: Mitte Juni soll es mit Quinn auf Reise gehen. Gesagt, getan. Wir haben beide Vollzeitjobs, und so ging’s jeden Abend nach 8 Stunden Arbeit nach Hause um nach Feierabend bis spät Abends an Quinn rum zu werkeln. Bitte nimmt euch kein Beispiel an uns! Ob es kräftezerrend war? Verdammt nochmal, JA, war es, aber mit jeden vergangenem Tag, jeder vergangener Woche konnte man die Veränderungen am Bus sehen und das gab uns immer wieder einen großen  Motivationsschub!

Ich hatte ganz bestimmte Vorstellungen, also widmete ich mich den Plänen und mein Freund fand richtig Gefallen am Ausbau und entwickelte sich langsam aber sicher zum ‘Bob der Baumeister’. Streichen, kleinere feinere Arbeiten sowie Deko waren hingegen Dinge um die ich mich sehr gerne kümmerte. Arbeitsaufteilung on Top würd ich da mal sagen.

Wir haben nichts an unserem Bus machen lassen, außer den Einbau von 2 Fenster, welche wir rückblickend auch easy selbst hätten einbauen können. Doch damals fehlte uns der Mut… Ich mein, als Amateure Löcher in die Karosserie seines Fahrzeugs sägen? Nope! Nicht mit uns :) Also zahlten wir viel zu teuer (das wissen wir jetzt!) und bekamen zwei Tage später Quinn mit einem Dach - und einem Lukenfenster zurück. Geld welches wir uns echt hätten sparen können (nochmal: Social Media ist dein bester Freund, und es braucht etwas Mut!) aber wir waren total happy. Isoliert haben wir mit selbstklebenden Armaflex. Eine Beobachtung welche wir immer wieder machten ist wie erstaunlich es doch ist mit welcher Gründlichkeit man die ersten Tage arbeitet und das mit der Gründlichkeit jeden Tag weniger ernst genommen wird… Trotzdem sollte man sich mit der Isolation Zeit lassen, denn ein gut isolierter Bus ist so viel wert!

Wir haben uns bewusst gegen das verlegen von Strom entschieden, denn wir wollen so richtig autark campen und mit der Natur verbunden sein. Eine Standheizung wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet. Da wir nicht permanent im Bus leben sondern erstmal nur damit reisen wollen reicht eine große und leistungsstarke Powerstation welche man über Solarpanels aufladen kann, völlig aus!
Ja, und auch nach unserer Reise sind wir noch immer von unserer Entscheidung überzeugt!

 Frau, Mann und Hund eng umschlungen

Was mir wirklich wichtig war:

Es gaben ein paar Dinge die mir wirklich wichtig waren, welche ich unbedingt im Bus haben wollte:

Ausreichend Stauraum für Sportgeräte und Kleidung

Wir sind nicht unbedingt die Minimalisten und auch auf Reisen muss das eine oder andere Teil dabei sein. Das Long- oder Skateboard oder auch unsere SUP’sbrauchen einfach viel Platz. Deswegen haben wir uns unter anderem auch für die Installation eines Dachgepäckträgers entschieden.

Platz für unser Hündin Haley

Sie soll sich natürlich im Bus auch Zuhause und wohl fühlen und das tat sie auch!

Der Schlafplatz

Ein großes Bett, bequeme Kissen, kuschlige Decken, damit wir gemütliche Abenden an unseren Stellplätzen verbringen und gut schlafen können. Wir haben uns für die Decken von Unfold entschieden. Für mich gab’s die Kuscheldecke, mein Freund entschied sich für die Reisedecke und wir lieben sie! Die Decken sind richtige Allroundtalente, halten warm, sind super leicht, und lassen sich (dank dem Packsack) extrem gut im Bus verstauen. Die Decken sind wasserabweisend, was super praktisch auf Reisen ist.
Nachdem wir unsere Decken auf Herz und Nieren testen konnten können wir getrost behaupten dass wir nie wieder ohne unterwegs sein wollen :) Meine Kuscheldecke hielt mich in 1500m Höhe bei Sturm, Wind und kalten 9 Grad im Sommer super warm, und sogar meine ständig gefrorene Füße waren schön warm. Einziges Problem: Haley mag die Decken auch total gern und wir haben vorm Schlafen gehen längere Diskussionen mit Haley :) Deswegen sind wir am überlegen ob wir uns nicht noch eine weiter Kuschledecke besorgen sollen, denn die Decken sind unser persönliches Highlight im Bus!

Eine gute Kühlbox

...denn Food is Life!

Einen Wassertank: 

Wir haben uns gegen ein Waschbecken im Bus entschieden. Auf unseren Reisen haben wir gemerkt, dass wir es einfach nicht brauchen. Wir sind meistens unterwegs wenn es warm ist und da ist so ein kleines Waschbecken im Bus, erstens nur Platzraubend und eigentlich unnötig. Deshalb fiel bei uns die Entscheidung auf Wassertank mit Duschfunktion. Abwaschen kann man im Freien nämlich auch.

Ausziehbare Küche

Bei schönem Wetter ist es toll Draußen zu kochen.

Markise

Damit man an sonnigen Tagen vorm Bus auch im Schatten, und an  Regentagen auch trocken sitzen kann. (Nach unserer ersten Reise mit Quinn steht fest: Die Markise ist ein Must have!)

Wir haben unheimlich viel Zeit auf Pinterest verbracht und ja diese Plattform ist auf jeden Fall sehr hilfreich um sich Inspirationen holen zu können, doch jeder Bus ist anders und nicht alles was schön auf den Bilder aussieht passt in jeden Bus…

Fazit

Wenn wir etwas vom Busausbau gelernt haben ist es wohl dass man öfters am Rande der Verzweiflung steht, es aber für fast alles Lösungen gibt. Und noch was: Falls ihr euch überlegt euren Traum von eigenen Bus zu erfüllen: Bitte, gönnt euch Pausen, denn die sind wie so oft : super wichtig!

Wir sind auf jeden Fall super froh auf unsere Herzen gehört zu haben, sind stolz auf uns dass wir es geschafft haben und es gibt für uns nichts schöneres als mit unserm Zweitwohnung unterwegs zu sein und wenn ihr mich fragt, wäre ich wieder bereit für einen nächsten Ausflug :)